Philippinen – 5/6, Traumurlaub und 3h Ruhm – Teil I

Unsere Reise, oder auch „Verspätung hoch fünf“ oder halt, mit Bezug zur Quote an verspäteten Abflügen, „5/6“. Immerhin ein pünktlicher Start könnte man meinen. Weit gefehlt, da wir nicht in dem Flugzeug saßen.
An fing das Ganze bereits in Kuching. Aus unbekannten Gründen verspätete sich unser Abflug um etwa 30 Minuten. Nach Ankunft an unserem Umsteigeort Kota Kinabalu und erster Auffrischung unseres Reiseproviants erkundigten wir uns pflichtbewusst nach unserem Anschlussflug. Gut so. So erfuhren wir, dass unser Abflugterminal ca. 5 km entfernt und nicht zu Fuß erreichbar gelegen ist. Aufgrund der vorherigen Verspätung und der vorangeschrittenen Stunde war auch der Shuttleservice bereits eingestellt. Blieben zwei Optionen: Teures Taxi oder günstige Mitfahrgelegenheit. Durch eine herausragende „Gemeinschaftsbettelei“ der Mädchen durften wir schließlich im Pick-Up eines muslimischen Paares Platz nehmen und erreichten, nach einer weiteren Stärkung in Form einer Pommes, unseren Anschlussflug nach Manila pünktlich. Leider war dieser 40 Mnuten verspätet.

In Manila ging es mit Bus und Jeepney, einer philippinischen Busvariante aus zusammengeschweisten und so enorm verlängerten Jeeps mit 2-Takt-Motor zu unserem über Air-BNB gebuchten Luxus-Zimmer (für Manila wirklich sehr ordentliich obwohl bezahlbar). Das so ein Motor wohl nicht den deutschen TÜF-Standard erfüllt wurde uns spätestens dann klar, als alle Männer (außer Joscha, der natürlich nur Bahnhof verstand und sich dadurch wohl nicht sehr beliebt machte)) nach einem Ampel-Stop aussteigen und schieben „durften“.
Manila hat zwei Gesichter: Zum Einen ist es eine sehr lebhafte Metropole, die zwar im Verkehrschaos versinkt, gleichwohl aber einige Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel mit angenehmer Atmosphere bietet, zum Anderen aber auch extrem schmutzig und arm ist. So sind spindeldürre Kinder schlafend unter Plastikplanen oder stinkend und bettelnd am Straßenrand keine Ausnahmen.
Nach kurzer Nacht und ganztägigem Fußmarsch gönnten wir uns am Abend ein (na gut, vielleicht auch zwei) Bier und genossen den schönen Sonnenuntergang an der Waterfront.

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Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft
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Manila’s Waterfront
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Jeepneys – das traditionelle philippinische Fortbewegungsmittel
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Im Stadtteil von Malate
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Ein ziemlich alter Jeepney 😀
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Intramuros – historische Innenstadt
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Kolonial-District von Manila
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Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft
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Nickerchen im Park
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Philippinos beim Schach
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Philippinische Kinder baden im Muell-Meer von Manila

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Angler an Manila’s Waterfront
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Springbrunnen in Malate
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Sonnenuntergang an der Waterfront
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Ein bisschen Ruhe, selbst in Manila moeglich
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Kutschen – eine touristische Attraktion Manilas
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Manila’s Kinder

Erwähnenswert von unserem Kurzaufenthalt in Manila ist noch unser Frühstück. Nach langwieriger und beschwerlicher Suche hatten wir schließlich eine günstige Pizza ausfindig gemacht. Nach Bestellung derselbigen bei einem der fünf dort „arbeitenden“ Teenager schnappte sich eines sein Fahrrad und kam nach geschlagenen dreißig Minuten zurück: natürlich mit unserer Tiefkühlpizza im Fahrradkorb. Diese wurde uns dann nach kurzer Auftauzeit im Siebziger-Jahre-Schnellofen übergeben.

Am Flughafen angekommen (mit erneut vorangegangener Terminal-Verwirrung, warum die hier auch immer ihre Terminal über die ganze Stadt verteilen?), wurden wir dann über unsere drei-stündige Verspätung aufgeklärt. Air Asia versteht in solchen Fällen unter Kundenservice das Servieren von Snacks (aber erst dann, wenn die drei Stunden wirklich nicht zu vermeiden sind): Bananen-Schoko-Brot-Kuchen UND 100 ml Wasser. Generös! Das begossen wir dann natürlich mit ganzen 330 ml (selbstgekauften) San Miguel.

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Air Asia Entschaedigung: Choco Banana Slice und Wasser
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Darauf erst einmal ein San Miguel!
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Cheeeeers!

In Cebu City auf Cebu genossen wir eine weitere und diesmal, tatsächlich, fertig gebackene Pizza, bevor wir in unser sehr nettes Hostel eincheckten. Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Auto für den Rest unseres Aufenthalts und fuhren los in Richtung Westküste und Moalboal. Auf der teilweise lebensgefährlichen Fahrt passierten wir sehr schöne Landschaften und Strände und freundeten uns einmal sogar intensiv mit den Locals an, die das dortige Leben trotz eingeschränkter Mittel und beschränkter Perspektve mit selbstgebautem Naturpool in vollen Zügen genießen.

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Los geht’s mit dem Auto nach Moalboal
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Auf den Strassen von Cebu
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Es wird immer laendlicher…
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…und idyllischer
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Kuh-Truck auf der Ueberhohlspur
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Willkommen im Paradies!
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Cebu’s Kinder
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Philippinischer Opi (95 Jahre alt!!!)

In Moalboal fanden wir nach einiger Suche unseren Traumbungalow in einem Resort direkt am Meer. Die Region selber ist für ihre farbenfrohe Unterwasser-Vielfalt bekannt und zieht entsprechend einige Tauch- und Schnorchel Fans an. Das Resort selber ist in einer Gegend gelegen, wo etwa 15 weitere Hostels und Resorts Back-Packer und einige alternativere Touristen-Familien beherbergen. Wegen der derzeitigen Taiphoon-Saison waren diese jedoch größtenteils leer und wir konnten das entspannte Flair genießen.

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In Moalboal
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Entspannung am Strand von Moalboal
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So laesst es sich leben 😀

Nach ausgiebiger Markrecherche hatten wir unser Stammlokal für Abend- und Mittagessen ausgemacht. Am ersten Abend so wie auch an den meisten Folgenden gab es Omelletes in verschiedenen Kombinationen, wobei es zwei Konstante gab: Erstens die Sitzordnung, zweitens das Begleitbier. Den ersten Abend feierten wir entspannt am Meer mit einer Flasche Rum.

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Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft
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Omlette, Reis und Sprite zum Dinner

Am nächsten Morgen fuhren wir zum White Beach, das also, weswegen wir die lange Reise eigentlich auf uns nahmen. Und wir wurden nicht enttäuscht, außer von einem am Nachmittag aufziehenden Unwetter. Vor Ort genossen wir auch zum ersten Mal unser dann obligatorisches Toast, Käse, Ketchup Frühstück. Mittags bedienten wir uns an einem der zahlreichen philippinischen „Topf-Buffets“, die einfach am Straßen- oder aber Strandrand neben den Häusern der Einheimschen errichtet werden und vorzügliches Essen anbieten. Abends kamen wir ein weiteres Mal mit den sehr netten Einheimischen in Kontakt. Die Sprachbarriere überbrückten wir durch die Gitarrenmusik der Locals und unsere gemeinsamen Singversuche.

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Angekommen am White Sand Beach
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Sonnenbaden auf Cebu
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Der White Beach auf Cebu
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Paradische Kulisse am White Beach

… to be continued!

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