Philippinen – 5/6, Traumurlaub und 3h Ruhm – Teil II

Kanpai, Tagay & Lechon – unsere 3 Stunden des Ruhms

In unserem „Touristendorf“ wurden diverse Island-Hopping Touren angeboten. Der Kampf durch das Preisdickicht brachte uns schließlich in Kontakt mit der Senior-Chefin unseres Resorts, was sich als riesen Glücksfall erweisen sollte. Die sehr liebenswerte Dame vertrat die Ansicht, in ihrem Leben bereits genügend Geld verdient zu haben und vermittelte uns so provisionsfrei an den Freund eines Freundes (und so weiter) mit einem Boot. Die dreistündige Schnorchel- und Besichtigungstour war ein Traum. Das vorher bereits beschriebene Tauchparadies erwies sich trotz hohem Wellengangs als so bunt wie in „Findet Nemo“, den wir neben blauen Seesternen und allerlei weiterem Seegetier tatsächlich im Schutze einer kleinen Insel an einem Korallenriff fanden. Die Rückfahrt bei weiter zunehmendem Seegang unterbrachen wir für einen kleinen „dipp“ in der „Turtoise-Bay“, der Schildkrötenbucht. Hier hatten wir wirklich das Glück mit diesen erhabenen und wunderschönen Kreaturen zu schwimmen (die Riesenschildkröten waren etwa einen Meter groß und konnten wesentlich länger die Luft anhalten als wir).

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Auf gehts zum Schnorcheln!
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Joscha und Allegra
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Ich und Caro
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Schnorchel-Party in Cebu
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Haaaaaallo! Erschoepft, aber zufrieden!

Den festen Boden unter unseren Füßen begrüssten wir alle sehr, die raue See hatte uns alle etwas flau im Margen werden lassen. Unsere Erholung führte uns in die Strand- / Chill-Bar unseres Resort, in der wir im Laufe des Nachmittags Kontakt mit einigen „Actors“ aus Manila aufnahmen. Hier kam wieder unsere Senior-Chefn ins Spiel, die unser Zusammentreffen bereits am Morgen ankündigte und vermutlicherweise auch einfädelte. Zu unserem Glück. Wir wurden auf eine Basketball-Performance unserer neuen Freunde eingeladen. Das Ganze began mit der Hinfahrt im Jeep des Managers, einigen Bieren und vielen „Tagaaaaay“-Rufen, dem philippinischen Wort für Prost. Zusammen mit zwei weiteren Wagen der „Actors“ erreichten wir das nächste Dorf, dass sich bereits im Ausnahmezustand befand. Wir, beziehungsweise vermutlich eher die „Actors“, wurden von einer kreischenden Menschenmenge empfangen, die vom Militär mit Maschinenpistolen zurückgehalten werden mussten. Nach der Ankunft stiegen wir gemeinsam mit den, man kann es wohl so nennen, Stars auf die Ladeflächen zweier Pick-Ups und fuhren, von Ambulanzen die uns einen Weg bahnten begeitet, durch die anliegenden Dörfer. Auf der Fahrt erfuhren wir, dass unsere neue Bekanntschaft die größten philippinischen Soap-Stars sind und jeden Abend im Fernsehen zu sehen sind. Einer gilt als der phillipinische James Bond, ein anderer gewann die olympische Sibermedaille im Schwergewicht. Darüber hinaus stellte sich sehr schnell heraus, dass sie durchaus Humor haben und trotz der zumindest für uns VOLLKOMMEN verrückten Situation relativ bodenständig waren.
Nach der Parade gab es im Regierungszimmer der Bürgermeisterin ein Festmahl mit Lechon (Spanferkel philippinischer Art), gegrillten Fisch, gegrillten Oktopus, Gemüse und vieles mehr, unter Anderem die süßesten Mangos die wir je gegessen haben. Auf das Essen folgte der Mainevent, ein Spaß- / Comedy-Basketballmatch der Soap-Stars gegen das lokale All-Star-Team. Wieder am Resort angekommen ließen wir den Abend bei einem weiteren Festmahl und leckeren Kaltgetränken genüsslich mit unseren neuen Freunden und vielen neuen Eindrücken ausklingen. Dieses Erlebnis und die Boots-Tour am Morgen trugen dazu bei, dass wir beide diesen Tag zu einem der besten unseres Lebens zählen.

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Tagay!
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Und Kanpai! 🙂
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Parade auf der Ladeflaeche des Pick-Ups!
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Gruppenfoto mit der Bürgermeisterin

Am nächsten Tag sahen wir uns noch die Kawasan Wasserfälle an. Der Besuch war so semi-spektakulär und fiel wortwörtlich ins Wasser. Zum Abschied und zur Wiedergutmachung gab es dann aber gegrilltes Tuna-Steak für mich und gegrillten Tintenfisch für Joscha.

Die leider viel zu frühe Rückfahrt (sowohl uhrzeit- als auch reisedauer-technisch) verlief ereignislos. In Cebu-City besichtigten wir noch die eine (also zwei Mal eine halbe) Sehenswürdigkeit(en), bevor unser Reiseglück seine Fortsetzung fand.

Die Verspätung des ersten Rückfluges begrenzte sich dieses Mal leider nicht auf drei Stunden. So fanden wir zwar heraus, dass der Bananen-Schoko-Brot-Kuchen unabhängig vom Flughafen serviert wird, verpassten aber aufgrund unserer vier-stündigen Verspätung den EINZIGEN pünktlichen Flug unserer Reise (und mit ziemlicher Sicherheit des ganzen Tages am Manila Flughafen). Der Grund der Verspätung war dieses Mal zumindest sicherlich nicht vorgeschoben: ein bereits in der Vornacht begonnender Typhoon hatte für die zeitweise Lahmlegung des gesamten philippinischen Flugverkehrs gesorgt. Unser Pech: Die Flüge von Cebu nach Manila und von Manila nach Kota Kinabalu (und von Kota Kinabalu nach Kuching) hatten wir mit unterschiedlichen Fluggesellschaften gebucht. Als wir also um 2 Uhr nachts am Buchungsschalter der anderen Fluggesellschaft ankamen, wurden wir lächelnd gebeten einen neuen Flug zu buchen. Auf den Schock haben wir uns erst mal den ruhigstens Platz auf Manilas Flughafen gesucht und versuchten zu schlafen.

Am nächsten Morgen ging es mehr oder minder gut gelaunt zu den nun geöffneten Check-In Schaltern unserer Airlines. Air Asia, die immerhin für unsere Verspätung verantwortlich waren, boten uns immerhin an, den Flug von Kota Kinabalu nach Kuching umsonst auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, gegeben dem Falle das wir es selbstständig bis dorthin schafften. Bei Cebu Air, unsere zweite Airline die im Gegensatz zu Air Asia noch von aller Schuld frei war, machten sich nach kurzer Zeit 10 (!!!) Mitarbeiter daran, einen Alternativflug in die Nähe unseres Ziels Kuching zu finden und boten uns Flüge nach Kota Kinabalu (2 Tage später) und Kuala Lumpur (2 Stunden später) an. Mit größtem Vergnügen bedankten wir uns herzlichst und entschieden uns für den Flug in die Hauptstadt Malaysias. Zurück am Air Asia Schalter konnte der diensthabene Manager, der uns zuvor höchst und heilig versprochen hatte, er könne Flüge von einem anderen Startflughafen nicht kostenfrei umbuchen, die Schmach von Cebu Air übertrumpft zu werden nicht auf sich sitzen lassen und buchte uns, kostenfrei, auf einen Anschlussflug von Kuala Lumpur nach Kuching.

Übermüdet und mit einem Tag Verspätung, dafür aber mit unvergesslichen Erinnerungen, erreichten wir wieder also doch noch unser Zuhause in Kuching.

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