Delicious Melaka

Vom Flughafen in KL nahmen wir einen Direktbus nach Melaka. Nach dem Flug mit AirAsia war der 5 Sterne Bus mit First Class ähnlicher Beinfreiheit und Massagesesseln (kein Witz!) das Nonplusultra der Fortbewegungsmittel. In Melaka Sentral stiegen wir in einen Stadtbus um und erreichten nach kurzer Suche unser schönes Domizil im Herzen eines etwas ärmlicheren malaysischen Viertels (Kampung), das Apa Kaba (malayisch für „Wie gehts“) Guest House.

Bus-Snack: bruneische Springrolls
Bus-Snack: bruneische Springrolls
Unser Guesthouse Apa Kaba
Unser Guesthouse Apa Kaba

Am Tag der Ankunft ernährten wir uns hauptsächlich von unserem bruneischen Proviant und verschafften uns einen ersten Überblick Melakas. Nach einigen „Laufkilometern“ versorgten wir uns mit Gin und Sprite und genossen die sehr idyllische Atmosphäre am Fluss der ehemals portugiesischen Kolonialstadt. Diese erinnert in Anflügen an das mediterrane Flair und gefiel uns dementsprechend sehr gut, genau wie der Rest der Stadt.

Der nächste Tag begann mal wieder regnerisch. Entschädigt wurden wir, wie an den darauffolgenden Morgenden, mit wechselnden einheimischen Teilchen zu unserem Kontinental Frühstück (Toast + Butter + Marmelade). Nach dem Frühstück schnappten wir uns einen Regenschirm und machten uns auf in Richtung Altstadt. Auf dem Weg besichtigten wir den Sultanspalast, einen holländischen Friedhof und die Ruine einer portugiesischen Kirche mit dem Namen St. Paul, die sich zu unserem Leidwesen auf dem Gipfel eines Hügels befand. Das „lachsfarbende“ Stadthuys sowie den Rest der holländischen Überbleibsel (die waren auch mal dort) bewunderten wir im Anschluss.

Sultans Palace
Sultans Palace
Marktplatz der lachsfarbenen Kolonialhäuser
Marktplatz der lachsfarbenen Kolonialhäuser
Und noch mehr schöne Gebäude!
Und noch mehr schöne Gebäude!
Melaka's Riverside
Melaka’s Riverside

Angespornt durch den Lonely Planet begannen wir am Mittag (endlich) unsere kulinarische Entdeckungsreise Melakas. Zunächst versuchten wir uns an Laksa und Popiah, die wir mit den uns bereits bekannten Pendants unserer momentanen Heimat Sarawaks verglichen. Wir wurden definitiv nicht enttäuscht, ob es nun an unserem „Heimatstolz“ lag oder nicht, munden uns diese Spezialitäten in Kuching trotzdem besser. Zum Nachtisch gab es Cendol: A „shaved-ice monstrocity with jellies, coffee-syrup and coconut milk“. Yummi!

Melaka Laksa: die Besonderheit ist hier die Zugabe von Kokusnussmilch und Zitronengras
Melaka Laksa: die Besonderheit ist hier die Zugabe von Kokusnussmilch und Zitronengras
Und hier Melaka's Popiah: gefüllt mit Shrimps und allerlei Gemüse
Und hier Melaka’s Popiah: gefüllt mit Shrimps und allerlei Gemüse
Dessert: Cendol mit Eis, Kokusnussmilch, Bohnen und Sirup
Dessert: Cendol mit Eis, Kokusnussmilch, Bohnen und Sirup

Zum Abendbrot gab es dann das absolute Essens-Highlight unserer gesamten Reise: Satay Celup. Dieses wird lediglich in einem Eckcafé mit sieben oder acht Tischen angeboten. In der Mitte jedes Tisches befindet sich ein durch Gas erhitzter Kessel mit brodelnder Erdnuss-Chilli Suppe, verfeinert mit weiteren nicht separat zu identifizierenden Inhaltsstoffen. Um einen der hoch begehrten Tische zu erlangen muss man sich in die teilweise mehrere Dutzend Meter lange Schlange einreihen. Dies führt mitunter zu stundenlangen Wartezeiten. Durch unser geniales Timing, umgangssprachlich auch Glück genannt, ergatterten wir binnen weniger Minuten einen Platz. Einmal dort angekommen, machten wir uns mit dem System vertraut. In einem Kühlregal werden allerlei Speisen angeboten, die sich jeweils an einem Spieß (=Satay) befinden. Die farbliche Markierung signalisiert eine von drei Preiskategorien. Zur Auswahl standen verschiedenste Variationen an Gemüse, Fleisch, Fisch und Brot. Mit den ausgewählten Satays geht es dann zurück zum Tisch und das fondue-ähnliche Festmahl kann beginnen. Und es war ein Festmahl. Königlich gesättigt und vor allem überglücklich ließen wir den Abend bei einem Spaziergang am Fluss ausklingen.

Auf dem Tisch: Kessel mit Erdnuss-Chilli Suppe und unsere Auswahl an Spießen :)
Auf dem Tisch: Kessel mit Erdnuss-Chilli Suppe und unsere Auswahl an Spießen 🙂

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Undefinierbares Gemüse im brodelnden Hot Pot
Undefinierbares Gemüse im brodelnden Hot Pot
Die Gewürzmischungen für die Erdnuss-Chilli Suppe
Die Gewürzmischungen für die Erdnuss-Chilli Suppe
Das Kühlregal mit reichlich Auswahl an Satays: die Farbe des Tellers bestimmt den Preis
Das Kühlregal mit reichlich Auswahl an Satays: die Farbe des Tellers bestimmt den Preis
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Bus-Snack: bruneische Springrolls

Nachdem wir am Vortag den östlichen Teil Melakas in Augenschein genommen hatten, begaben wir uns an diesem Tag in den Westlichen. Hier befindet sich China Town mit der berühmt-berüchtigten Jonker Street.

Farbenfrohe Waterfront
Farbenfrohe Waterfront
Chinesischer Tempel
Chinesischer Tempel
Jonker Street
Jonker Street
Melaka und die Rikschas
Melaka und die Rikschas

Zur Mittagszeit stolperten wir in einen Food-Bazar, der Probierportionen an lokalen Köstlichkeiten zum Nulltarif verteilte. Wir versuchten uns natürlich an allem: eine Art gedämpfte Kartoffel serviert mit Kokusraspeln und Zucker beziehungsweise für Joscha mit Fischsauce, indischen Chapati (Teigfladen) mit scharfem Massala-Curry, Instantnudeln, Glutenteigtasche gefüllt mit Peanuts und gedämpft im Banana-Leaf, Glutenreis mit Durian (Stinkfrucht) Sauce, Half-Boiled Egg, undefinierbare Teigtasche, kalte Kokusnuss-Bohnen-Suppe, Reis mit verschiedenen Fleisch- und Gemüsesaucen sowie Shaved-Ice mit rot-brauner Syrupsauce. Eine gute Mischung also 🙂 Zum Abschluss genehmigten wir uns noch Pineapple-Tarts, eine Melakanische Delikatesse.

"Kartoffel" mit Kokusraspeln und Zucker
„Kartoffel“ mit Kokusraspeln und Zucker
"Kartoffel" mit Fischsauce
„Kartoffel“ mit Fischsauce
Glutenteigtasche gefüllt mit Erdnüssen umhüllt von einem Bananenblatt
Glutenteigtasche gefüllt mit Erdnüssen umhüllt von einem Bananenblatt
Bohnen-Kokusnuss Suppe
Bohnen-Kokusnuss Suppe
Shaved-Ice mit Sirup
Shaved-Ice mit Sirup
Glutenreis mit Duriansauce: hat nur Joscha geschmeckt :D
Glutenreis mit Duriansauce: hat nur Joscha geschmeckt 😀
Melaka's Pineapple Tart :)
Melaka’s Pineapple Tart 🙂
Hmmmm :)
Hmmmm 🙂

Den Nachmittag verbrachten wir spazierend in der Stadt und am Meer. Abends versuchten wir uns auf Empfehlung unseres „Gastvaters“ an Rochen in einer scharf-sauren Sauce. Vorzüglich! Als Marktfanatiker besuchten wir anschließend den Night-Market auf der Jonker Street. Dieser war uns leider viel zu überfüllt und touristisch. Trotzdem wollten wir uns unser letztes Melaka Highlight nicht entgehen lassen: Chicken Rice Balls. Diesen Abend gab es an unserem „Flussstammplatz“ Litschi-Likör mit Sprite.

Spaziergang an der Waterfront
Spaziergang an der Waterfront
Kleiner malaysischer Gecko
Kleiner malaysischer Gecko
In scharf-saurer Sauce gekochter Rochen
In scharf-saurer Sauce gekochter Rochen
Chicken Rice Balls
Chicken Rice Balls
Melaka @ Night I
Melaka @ Night I
Melaka @ Night II
Melaka @ Night II
Melaka @ Night III
Melaka @ Night III
Kitschige Melaka-Rikscha: davon gibt es tausende in der Nacht
Kitschige Melaka-Rikscha: davon gibt es tausende in der Nacht

Am Morgen des nächsten Tages bereiteten wir uns auf unsere Weiterreise vor und machten uns auf den Weg zum Busterminal. Von dort nahmen wir wieder das bereits bekannte Luxusgefährt und machten uns auf in Richtung Singapur…

Unser Bus :)
Unser Bus 🙂
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