Von Lombok nach Flores und zurück: Drachen, Delphine und schöne Strände

Gemäß Absprache mit unserer Bootsagentur Kencana warteten wir, als überpünktliche Deutsche, bereits 15 Minuten vor der vereinbarten Abholzeit an der Straße. Diese hatten wir vorsorglich kontaktiert, da wir unserem Buchungsagenten nicht zu 100 Prozent vertrauten. Trotz dessen war auch nach über 45 Minuten und einem Anruf bei der Agentur noch nichts von unserem Bus zu sehen und wir wurden zunehmend nervöser. Joscha machte sich auf die Suche nach dem Büro der Agentur, kapitulierte jedoch nach 20 Minuten. Zurück am Treffpunkt wartete ich bereits aufgeregt am doch aufgekreuzten Coach Bus, der aufgrund eines Batterieproblems eine Zwangspause eingelegt hatte. Die nächste folgte nach 5 minütiger Fahrt, nach der wir den Bus endlich wechselten, im Büro das vereinbarte Geld bezahlten und unsere lieben Mitreisenden kennen lernten.

Nach anderthalbstündiger Fahrt zum im Osten der Insel gelegenen Hafen von Labuan Lombok bestiegen wir unser sehr schönes Piratenschiff und lichteten den Anker.

 

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Unser Schiff: Floressea Kencana
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„Piratenschiff“

Das Leben an Board gestaltete sich wie folgt: geschlafen wurde auf dem Unter- und Oberdeck auf dünnen, tragbaren Pritschen an der frischen Luft. Morgens zwischen 6 und 7 Uhr wurden wir „liebevoll“ von unserem einheimischen Reiseleiter Abdul durch lautes Schreien geweckt. Das Frühstück sowie Mittag- und Abendessen wurde auf dem Unterdeck serviert, wobei das Frühstück abwechselnd aus Banana Pancake und Jaffle bestand (als zum Ende der Reise hin die Bananen zur Neige gingen wurde auf Ananas gewechselt). Unsere gute Beziehung zur Crew zahlte sich beim Frühstück in Form einer doppelten „Ration“ aus. Die verbleibenden Mahlzeiten wurden in Buffetstyle angeboten und waren größtenteils erstaunlich lecker. Reis war hierbei der Hauptbestandteil ALLER Gerichte, selbst bei Nudelspeisen. Hatte die Crew während der Fahrt etwas Angel-Glück, dann gab es sogar frischen Fisch. Die Reise war durch diverse Zwischenstationen an kleineren und größeren Inseln mit schönen Stränden, Korallenriffen, Wasserfällen und Nationalparks sehr abwechslungsreich und angenehm. Die Zeit bis zur nächsten Zwischenstation betrug auf Nachfrage bei Abdul in den meisten Fällen eine „indonesische Stunde“. Diese ist jedoch keinesfalls mit der 60-minütigen deutschen Stunde zu verwechseln, sondern umfasst zwischen dreißig Minuten und 5 Stunden. Die zeitweise raue See sorgte darüberhinaus für weitere „Unterhaltung“.

 

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Das Leben an Board im Unterdeck
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Oberdeck: unser Schlafplatz mit Frischluft und Fahrtwind
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Abdul bereitet Banana Pancakes vor
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Das Buffetstyle- Essen an Board
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Ausblick von unserem Schlafplatz an Deck

Als sehr angenehm empfanden wir die Internationalität unserer Mitreisenden. Wir machten Bekanntschaft mit Spaniern, Kanadiern, Briten, Italienern, Südafrikanern und, natürlich, Deutschen. So gab es auf der langen Tour eigentlich immer viele Themen und nette Gespräche.

Unsere Reiseroute gestaltete sich wie folgt:

Tag 1:

– Bustour durch Lombok zum Hafen Labuan Lombok
– Kenawa Island: Trekking auf „Inselhügel“ zum Sonnenuntergang-Beobachten

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Auf geht’s zur ersten Inselbesteigung
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Erster Abend, erste Insel

Tag 2:

– Moyo Island: Wir entschieden uns hier für die entspannte Version relaxen am Strand, da wir diese Insel noch einmal auf unserem Rückweg besuchten.

– Satonda Island: Trekking zum großen Salzsee, danach schnorcheln am Korallenriff

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Salzsee auf Satonda
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Schnorcheln gemeistert!

Tag 3:

– Komodo: Um 7 Uhr ging es für uns bereits runter vom Schiff und rauf auf die Insel Komodo, das eigentliche Highlight des gesamten Trips und Namensgeber der Reise (Komodo-Trip). Mit gemieteten Guides ging es dann schnurstracks durch den Nationalpark (oder eher Wüstenlandschaft). Wir entschieden uns als Gruppe für den Long Trail, der jedoch auch nur eine Stunde Trekking bedeutete, da man regelrecht über die Insel gescheucht wird. Auf dem Weg begegneten uns vereinzelt vor sich hin vegetierende Komodo-Drachen, die man jedoch kaum zu Gesicht bekam. Am Ende des Trails angekommen führten uns die Guides dann ganz „zufällig“ an der Nationalpark-Küche vorbei, wo sich die Riesen-Komodos in Gruppen aufhielten. So konnten wir die einzigen Nachkommen der Drachen doch noch von Nahem und ausgiebig beobachten, leider jedoch nicht in freier Wildbahn.

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Unser Beiboot zum Überschiffen auf die Inseln
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Baumwoll-Baum auf Komodo
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Wüstenlandschaft
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Unser erster gesichteter vor sich hin vegetierender Komodo
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Unsere Komodo-Ranger
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Komodo-Alarm an der Nationalpark-Küche
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Hallo Komodo!
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Welcome to Komodo
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Auf Komodo

– Pink Beach: Schnorcheln und sonnen am pinken Strand nahe der Komodo Insel

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Pink Beach
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Pinkes Wasser am Pink Beach
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Entspannung am Pink Beach

– Labuan Bajo: In Labuan Bajo, dem im Westen von Flores gelegenen Hafen, verließ uns ein Großteil der anderen Reisenden und eine Gruppe neuer Tourwilliger stieg für den Rückweg nach Lombok zu. Zum Abschied trafen wir uns ein letztes Mal alle gemeinsam in einer netten Skybar und genossen den Abend.

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Hi there!
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🙂
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Sonnenuntergang in Labuan Bajo
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Sonnenuntergang im Hafenbecken von Labuan Bajo
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Selfie vorm Sonnenuntergang
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Enjoying sunset on board
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Der Hafen von Labuan Bajo

Tag 4

– 4 Uhr Moschee-Weckruf, 5 Uhr Start des Schiffsmotors, 6 Uhr Weckruf von Abdul

– Rinca: Auch unsere Tour über die Insel Rinca, welche die zweite von Komodos belebte Insel ist, startete um 7 Uhr in der Früh. Die Stunde Trekking durch den Rinca Nationalpark gestaltete sich jedoch weitaus angenehmer und grüner als die auf Komodo. Einziger Minuspunkt, wir bekamen während der Wanderung leider keine Komodo-Drachen zu Gesicht, dafür aber Wasserbüffel, Affen und Rehe. Wie erwartet, endete unsere Trekking-Tour auch auf Rinca an der Park-Küche wo sich (mal wieder ganz zufällig) viele und große Komodos aufhielten.

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Angekommen auf Rinca
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Ersten Inselbewohner entdeckt
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Komodo-Spur im Sand
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Mini-Komodo auf der Flucht
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Rinca-Küche und die Komodos
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Komodo Verane
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Komodoveran auf Rinca
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Posen mit Rinca’s Komodos

– Gili Laba: Schnorcheln und sonnen (dieser war für uns der beste Schnorchelspot auf unserer Bootsreise)

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Joscha an Deck
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Das Segel wurde rausgeholt
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Nun wird „gesegelt“

Tag 5

– Moyo Island: Trekking zum Wasserfall, Bad im Frischwasserpool

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Der Wasserfall zum Hochklettern
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Ein Bad im Frischwasser-Pool an einem Wasserfall
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Joscha, unser Kletteraffe – Sprung vom Baum in den Pool

– Gili Bola: Schnorcheln und entspannen

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Gili Bola – Miniinsel zwischen Lombok und Sumbawa
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Springen oder lieber doch nicht?
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Und Sprung!!!!
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Abendstimmung

Tag 6

– Kenawa Island: Sonnen und entspannen am Strand

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Letzter Sonnenaufgang vom Boot
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Und weiter geht’s!
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Blown with the wind 🙂
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Unser Stammplatz zum lesen 🙂
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Die sechs Tage – Crew

– Ankunft in Labuan Lombok

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Abschiedsbild mir der Crew

– Bustour zurück nach Senggigi

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