Bali Teil III: die letzte Woche

Tiefenentspannt kamen wir nach unserem 6-tägigen Trip wieder auf Lombok an, wo uns bereits unser, dieses mal einwandfrei funktionierende, Bus einsammelte und in Senggigi wieder absetzte. Unsere verbleibende Urlaubswoche und Joscha’s Geburtstag wollten wir mit der abschließenden Erkundung der balinesischen Strandkultur verbringen. So machten wir uns sogleich mit unserem frisch entstaubten Moped auf den Weg nach Lembar und bestiegen die Fähre zurück nach Padang Bai, wo wir eine Nacht vor der Weiterfahrt in den Nordosten Balis verbringen wollten. Dabei gingen wir von einer Fähr-Fahrzeit von ungefähr vier Stunden aus, wie auf der Hinfahrt halt. Leider kam zu der Fahrtzeit eine 5-stündige (!!!!) Wartezeit auf die Hafeneinfahrt hinzu: Angebliche Kapazitätsprobleme. Konnte natürlich keiner vorhersehen. So erreichten wir das bereits schlafende Padang Bai um 2 Uhr am Morgen und mussten uns wegen bereits geschlossener Tore einen Schlafplatz am Strand suchen. Trotz fehlender Hunde und ruhiger Umgebung war die Nacht nur unwesentlich besser als die am Strand von Lombok’s Kuta.

Semi erholt, aber nach leckerem Crêpe-Frühstück, machten wir uns auf nach Amed, einem sehr relaxten Küstenabschnitt zwischen schönem Meer und Bergen mit leckeren Fisch-Restaurants und überwiegend netten Menschen. Hier verbrachten wir insgesamt vier Tage in einem einfachen aber netten Bungalow mit Garten- und Meerblick.

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Unser Bungalow in Amed
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Am Strand von Amed

Am ersten Tag erkundeten wir die Lokalitäten sowohl zu Fuß als auch mit dem Roller und testeten erfolgreich den Fisch (Tunfisch und Mahi-Mahi) für Joscha’s Geburtstagsessen. Auf unserer Erkundungstour stolperten wir in ein kleines, am Meer gelegenes Amphitheater, dass von zahlreichen männlichen Einheimischen belagert wurde. Als wir uns bis nach vorne durchgekämpft hatten sahen wir den ersten Hahnenkampf unseres Lebens. Obwohl es sehr interessant war, den Einheimischen bei ihren Ritualen und Wetten zu beobachten, ist das Spektakel sehr blutig, brutal und, vor allem, unnötige Tierquälerei.

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Kleine Boote am Strand von Amed
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Black Sand Beach in Amed
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Eine der Buchten bei Amed
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Show-Zeigen der Hähne vor dem Kampf
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Hahnenkampf in Amed
Unser Stammlokal fürs Abendessen: direkt am Strand
Unser Stammlokal fürs Abendessen: direkt am Strand

Nach unserem Pancake-Frühstück am nächsten Morgen auf der eigenen kleinen Terrasse verbrachten wir den Vormittag am schwarzen Sandstrand von Amed. Durch den glühend-heißen Sand inspiriert wagten wir ein „Eggsperiment“: Wir versuchten zunächst, ein Ei im Sand vergraben zu garen (mehr als 30 Minuten lang), bevor wir nach enttäuschendem Ergebnis das Ei auf einem heißen, schwarzen Stein zu braten versuchten. Das ganze nützte alles Nichts und endete somit als „Eggcident“. Die übrig gebliebenen Eier ließen wir uns am nächsten Morgen als Geburtstagsextra zum Frühstück servieren. Den verbleibenden Nachmittag cruisten wir südlich entlang der Küste der schönen und kurvigen Coastel Road folgend bis nach Aas und zurück. Am Abend feierten wir gemütlich in Joscha’s Geburtstag hinein.

Unser "Eggsperiment": Eier im heißen Sand kochen
Unser „Eggsperiment“: Eier im heißen Sand kochen
Das "Eggsperiment" wird zum "Eggcident"
Das „Eggsperiment“ wird zum „Eggcident“
Wegweiser in Amed
Wegweiser in Amed
Unser indonesisches Stamm-Mittagessen: Nasi Campur
Unser indonesisches Stamm-Mittagessen: Nasi Campur

Das Geburtstagsfrühstück inklusive Omelette bot einen gelungenen Start in den Tag. Eine Tour zum etwa eine Stunde entfernten Ujung Waterpalace durch das Landesinnere war unser Vormittagsprogramm. Aufgrund eines hinduistischen Feiertags kamen wir in den Genuss diverser Zeremonien und Feste. Für die Rückfahrt entschieden wir uns für die Küstenroute, die ein wenig mehr Zeit in Anspruch nahm, dafür aber umso schöner war.

Birthday-Breakfast: Banana Pancake und Omlette (Überbleibsel vom Eggsident)
Birthday-Breakfast: Banana Pancake und Omlette (Überbleibsel vom Eggsident)
Waterpalace in Ujung
Waterpalace in Ujung
Zeremonienfeier in Ujung
Zeremonienfeier in Ujung
Spanferkel zur Hindu-Zeremonie
Spanferkel zur Hindu-Zeremonie

Zurück in Amed verbrachten wir den verbleibenden Nachmittag lesend und schwimmend am Strand. Von einem kleinen Berg mit Blick über eine schöne Bucht aus genossen wir den Sonnenuntergang hinter der Kulisse des Mount Agung. Anschließend schlemmten wir in der zuvor getesteten Warung und genossen BBQ’ed Tuna mit Garlic-Sauce und Fried Potatoes.

Sonnenuntergang vorm Mount Agung
Sonnenuntergang vorm Mount Agung
Sonnenuntergang in Amed
Sonnenuntergang in Amed
Joschas Geburtstagsdinner: gegrilltes Tuna-Filet mit selbstgemachten French Fries
Joschas Geburtstagsdinner: gegrilltes Tuna-Filet mit selbstgemachten French Fries

Um ein zweites Mal auf dieser Reise den Sonnenaufgang zu bestaunen quälten wir uns am kommenden Morgen um 5 Uhr aus dem Bett und nahmen den Scooter in die angrenzende Bucht. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir früh unsere sieben Sachen, verließen Amed und fuhren los in Richtung Lovina. Auf dem Weg stoppten wir in Tulamben, liehen uns Taucherbrille und Schnorchel und betauchten das Wreck der USS Liberty. Die Kulisse und die Farbenvielfalt boten eine beeindruckende Erfahrung.

Schönes Setting für den Sonnenaufgang
Schönes Setting für den Sonnenaufgang
Sonnenaufgang am Strand von Amed
Sonnenaufgang am Strand von Amed

Ziemlich ausgelaugt von der starken Strömung und den Wellen kamen wir eine Stunde später in Lovina an. Aufdringliche Hotel-Promoter machten dann auch die Unterkunftssuche zur Herausforderung. Insgesamt hinterließ Lovina auch nach nachmittäglichem Spaziergang am Lovina Beach keinen guten Eindruck bei uns, weshalb wir uns dafür entschieden, am nächsten Tag weiter nach Kuta zu touren.

Der Delphin: Lovina's Wahrzeichen
Der Delphin: Lovina’s Wahrzeichen
Posing in Lovina
Posing in Lovina
Asiatischer Veggie-Fruit Salat oder auch Rojak genannt
Asiatischer Veggie-Fruit Salat oder auch Rojak genannt

Wir entschieden uns für eine Route entlang der Nord-Westküste mit Halt in Pemuteran. Pemuteran ist eine kleine Bucht umgeben von einigen wenigen Resorts. Die Abgelegenheit sorgte sowohl für eine geringe Anzahl an Touristen als auch an fliegenden Händlern, was uns nach unserem stressigen Aufenthalt in Lovina sehr entgegenkam.

Schöne Kulisse in Pemuteran
Schöne Kulisse in Pemuteran
Der Strand von Pemuteran
Der Strand von Pemuteran

Die Weiterfahrt in Westen war wegen vieler LKW, Regen und Kälte den Umweg nicht wert. Um den LKW zu entkommen wichen wir kurz vor unserem Zwischenziel, Tannah Lot, auf Trampelpfarde und Landwirtschaftswege aus: Anstrengend aber lustig.

Trampelpfad nach Tannah Lot
Trampelpfad nach Tannah Lot

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir Tannah Lot und genossen das zwar touristische, doch sehenswerte Spektakel der Tempelanlagen im Wasser. Die Weiterfahrt nach Kuta im dichten und verrückten Verkehr erwies sich nochmals als weitere Herausforderung. Glücklicherweise hatten wir die Marktrecherche der Wohngelegenheiten schon bei unserem ersten Aufenthalt vollständig abgeschlossen und entschieden uns für ein ruhiges Hotel mit Pool um unsere Reise in den letzten beiden Nächten entspannt ausklingen zu lassen.

Kokosnuss zum Sonnenuntergang-Gucken
Kokosnuss zum Sonnenuntergang-Gucken
Sonnenuntergang in Tannah Lot
Sonnenuntergang in Tannah Lot
Wunderschöne Kulisse in Tannah Lot
Wunderschöne Kulisse in Tannah Lot
Nach dem Sonnenuntergang in Tannah Lot
Nach dem Sonnenuntergang in Tannah Lot
Unser Hotel mit Pool in Kuta
Unser Hotel mit Pool in Kuta

Unseren letzten Tag genossen wir spazierend, vegetierend und essend am Strand. Um uns von unserer Freundin Lisa zu verabschieden (und auch von dem vorzüglichen Grilled Chicken) trafen wir uns ein weiteres Mal zum Abendessen auf dem Night Market. Die Zeit genossen wir sehr.

Abschiedsessen in Indonesien: Gegrilltes Hühnchen
Abschiedsessen in Indonesien: Gegrilltes Hühnchen

Nach der nächtlichen Rückgabe des Rollers und unserer letzten Nacht in Indonesien ging unser Flieger am frühen Nachmittag des nächsten Tages wieder Richtung Kuching.

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