Study Break 3/3: Langkawi – Das Mallorca Malaysias

 

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…aber nicht Cala Ratjada oder gar Ballermann, sondern vielmehr einer der landschaftlich schön gelegenen Örtchen mit netter Urlaubsatmosphäre, schönem Strand und gutem Essen. Nur der charakteristische Fischerhafen fehlt, nicht dagegen die zahlreichen nach Gewicht abrechnenden Fischrestaurants.

Langkawi, das an sich eine Inselgruppe aus 99 Inseln darstellt, wovon jedoch nur die größte (touristisch) erschlossen ist, liegt an der Grenze zu Thailand im Westen des malayischen Festlands und bildet einen der nördlichsten Orte Malaysias. Die paradiesische Inselgruppe erhielte ihren Namen durch die um die Hauptinsel empor-sprießenden Kalkstein-Formationen (auf malayisch „lang“) und den zahlreichen nach Futter jagenden Adlern (auf malayisch „kawi“). Malaysischen Familien dient Langkawi als Erste Wahl für einen günstigen Urlaub im Paradies. Da wir uns für Langkawi im November entschieden hatten, besuchten wir die Insel während der Regenzeit die im September/Oktober begann. Dies bedeutete, dass es für gewöhnlich einmal täglich einen heftigen Regenschauer gab, meistens war dieser am Abend und beeinträchtigte somit jedoch nicht unseren Tagesplan.

Unterkünfte finden sich im Westen in Pantai Cenang und Pantai Tengah, im Norden in mehreren Luxusresorts sowie im süd-östlichen Kuah, das hauptsächlich wegen der Fährverbindungen sowie des zweimal wöchentlich stattfindenden Food Markets bekannt ist, jedoch keinen wirklichen Strand zu bieten hat.

Wir entschieden uns für den Westen und Pantai Cenang. Hier spielt sich das alltägliche Leben rund um den 2 km langen Strand, die angrenzende Straße mit Restaurants, Tour-Agencies und Souvenir-Shops ab. Ach ja, und natürlich zollfreiem Einkaufen. Langkawi ist komplett zollfrei. Den halben Liter Bitburger gab es für etwa 30 Cent zu kaufen und wurde somit schnell ein treuer Begleiter. Da die Malayen eher sonnenscheu sind und die Wärme möglichst meiden, war es tagsüber eher leer. Am späten Nachmittag füllten sich nach und nach Straßen und Strand und es entstand eine Atmosphäre des netten Miteinander. Wir genossen das sehr. Die im Vergleich zur westlichen Kultur etwas ruhigere und familiärere Verhaltensweise sorgte dann auch für den Riesen-Unterschied zu Mallorca.

Erster Strandbesuch: ja hier bleiben wir erst einmal
Erster Strandbesuch: ja hier bleiben wir erst einmal
Unser Hostel: Rainbow Lodge
Unser Hostel: Rainbow Lodge
Malaysisches Frühstück: Nasi Goreng, Mee Goreng, und Bihun Goreng
Malaysisches Frühstück: Nasi Goreng, Mee Goreng, und Bihun Goreng
Unser Stamm-Bier auf Langkawi!
Unser Stamm-Bier auf Langkawi!
Unser übliches Mittagsessen ala Buffet Style: Reis, Aubergine und Spiegelei
Unser übliches Mittagsessen ala Buffet Style: Reis, Aubergine und Spiegelei
Pantai Cenang Beach
Pantai Cenang Beach

Nachdem wir in den ersten Tagen unseren Rhythmus gefunden und uns mit der Umgebung bekanntgemacht hatten, mieteten wir uns einen Roller und machten uns auf die Insel zu erkunden. Den guten Tipps eines Hostelmitarbeiters folgend, fuhren wir zunächst gen Norden und legten einen ersten Halt am Temurun Wasserfall ein. Dank der derzeitigen Regenzeit war dieser 200 Meter hohe Wasserfall gut gefüllt und bot ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Im weiteren Verlauf des Vormittags stoppten wir an zwei schönen Ständen, einer davon „Black-Sand-Beach“ genannt obwohl er viel weißer nicht hätte sein können. In den dritten Strand des Tages, Tanjung Rhu, verliebten wir uns dann umgehend: klares, türkis-blaues Wasser, weißer feiner Sand umgeben von kleinen mit Regenwald bewucherten Kalkstein-Inseln.

Temurun Wasserfall
Temurun Wasserfall
Achtung! Affen auf den Straßen!
Achtung! Affen auf den Straßen!
Erster Strandstop: Pantai Pasir
Erster Strandstop: Pantai Pasir
Schaukelalarm am "Black Sand Beach"
Schaukelalarm am „Black Sand Beach“
Sceneric view in Tanjung Rhu
Sceneric view in Tanjung Rhu
:)
🙂
Am Strand von Tanjung Rhu
Am Strand von Tanjung Rhu

Auf dem Weg nach Kuah besuchten wir noch die Durian Wasserfälle und genossen ein leider nicht mehr ganz so kaltes (piss-warmes) Bitburger. In Kuah besichtigten wir aus Pflichtbewusstsein das Pier bevor wir uns den lokalen Spezialitäten des Food Markets widmeten. Wir schlugen bei Apam Balik (die uns schon bekannte malaysische Version des Pancakes mit Erdnüssen, Zucker, Kakaopulver und süßem Mais), Hühnchen-Gemüse Frühlingsrollen, eine Box mit einer Art Chicken Nuggets inklusive scharfer Sauce, und Reis mit einmal Hühnchen-Sauce und einmal Ei-Fisch-Sauce (die beiden Reisgerichte waren jedoch nicht wirklich besonders) zu.

Durian Waterfall
Durian Waterfall
Am Jetty von Kuah
Am Jetty von Kuah
Lankawi's Landmark: der Adler
Lankawi’s Landmark: der Adler
Langkawi's "Rowing Night Market" in Kuah
Langkawi’s „Rowing Night Market“ in Kuah
Chicken-Rice in Massen: Asien's Lieblings To-Go Gericht
Chicken-Rice in Massen: Asien’s Lieblings To-Go Gericht
Apam Balik vom Night Market
Apam Balik vom Night Market

Um noch etwas mehr von der schönen Inselwelt kennenzulernen entschieden wir uns an einem sonnigen Morgen dazu, an einem Island Hopping Trip teilzunehmen. Der 4-stündige Trip startete und endete mit einer kurzen Fahrt zu bzw. vom nahegelegenen Pier in Pantai Tengah. Hier bestiegen wir mit unseren 10 malayischen Mitreisenden unser gut in Schuss gehaltenes aber unscheinbares Boot. Dies jedoch täuschte. Einmal außerhalb des Hafens, drehte unser „Captain“ voll auf und wir flogen (oder besser gesagt „hoppten“) förmlich über das Wasser. Alleine das machte den Ausflug schon zur Gaudi. Die erste Station war die Island of the Pregnant Maiden, die Insel der schwangeren Frau. Hier durften wir eine Stunde im Süßwassersee des ehemaligen Vulkans planschen. Als wir die Umgebung etwas näher erkunden wollten, wurden wir von Proboscious Monkeys frech davon abgehalten. Mit 30-minütiger Verspätung ging es weiter zur nächsten Insel und zur dortigen Adlerfütterung. Hier warfen die Captains von gefühlten 100 Touri-Booten wie unserem Fischabfälle ins Wasser, woraufhin sich die bereits wartenden Adler ins Wasser stürzten um ihre „Beute“ zu ergattern. Zum Abschluss ging es für eine weitere Stunde zu einem kleinen Strand, an dem wir auch fast den Rest unseres Lebens verbracht hätten, wenn einer unserer Mitreisenden uns nicht noch am Strand erblickt hätte, als der Captain bereits abgelegt hatte.

Unser Start-Hafen
Unser Start-Hafen
Mit dem Speedboot über die Wellen "hoppen"
Mit dem Speedboot über die Wellen „hoppen“
Die Formation der Berge zeigen eine liegende, schwangere Frau: Island of Pragnent Maiden
Die Formation der Berge zeigen eine liegende, schwangere Frau: Island of Pregnant Maiden
Frischwasser-See: Island of Pragnent Maiden
Frischwasser-See: Island of Pregnant Maiden
Atemberaubende Kulisse am Süßwasser-See
Atemberaubende Kulisse am Süßwasser-See
Auf dem Weg zum Adler-Füttern
Auf dem Weg zum Adler-Füttern
Langkawi's Namensgeber: Jagende Adler
Langkawi’s Namensgeber: Jagende Adler
Dritter Stop der Island Hopping Tour: Beras Besah
Dritter Stop der Island Hopping Tour: Beras Besah
Beras Besah
Beras Besah

Um ohne schlechtes Gewissen das ganze leckere Essen auf der Insel genießen zu können entschieden wir uns im Vorhinein unsere Laufsachen einzupacken und unser in Kuching begonnenes Fitnessprogramm fortzusetzen. Der lange und durch seine Festigkeit sehr angenehm zu laufende Sandstrand von Pantai Cenang kam uns daher sehr gelegen. Da wir leider keine Uhr dabei hatten, liefen wir bei unserer ersten „Einheit“ einfach nach Gefühl und wunderten uns schon, warum wir nach geschätzten 45 Minuten schon dermaßen außer Atem waren (abgesehen davon dass wir bei morgendlicher Sonne und im Sand joggten im Gegensatz zum Laufband in Kuching). Erst später bemerkten wir, dass der Strand 2km lang ist und wir deshalb insgesamt anderthalb Stunden gejoggt waren und nicht, wie gewöhnlich und auch dieses Mal angepeilt, 45 Minuten.

Der ganze Urlaub wurde eingerahmt von der sehr angenehmen An- und Abreise mit Malaysian Airlines, die uns für diese Strecke erst mal einen günstigeren Preis anboten als unsere „Hausairline“ AirAsia. Da hieß für uns neben Checked Baggage auch Entertainment-Programm an Board sowie kostenfreie Verpflegung (so kamen wir unter anderem das erste Mal seit den Philippinen wieder in den Genuss von Käse).

Unser Malaysia Airline Menü :)
Unser Malaysia Airline Menü 🙂
Sonnenuntergang in Cenang
Sonnenuntergang in Cenang
Überwältigendes Farbenspiel am Strand von Pantai Cenang
Überwältigendes Farbenspiel am Strand von Pantai Cenang
Last Dinner: süß-saures Hühnchen und gegrillter Squid
Last Dinner: süß-saures Hühnchen und gegrillter Squid
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