Auf den Spuren Angkors, der eindrucksvollsten Tempelanlage der Welt

Kambodscha. Ein Land das Gegensätze vereint, ein Land wo Triumph und Tragödie nah beieinander liegen, das Touristenparadies das ein einstiges Horrorland war. Und nun? Nach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer sucht Kambodscha seinen Weg in die Moderne, raus aus der Armut.

Die Tempel von Angkor, Kambodschas beeindruckende Tempellandschaft, ist der Touristenmagnet schlechthin, der Stolz der ganzen Nation. Die alte Tempelstadt liegt im Nordwesten Kambodschas und war meine zweite Station in Kambodscha, nach Phnom Penh, der Hauptstadt. Angkor besteht aus über 1000 Tempel, jeder für sich einzigartig und definitiv einen Besuch wert. Da leider nur ein Tag für die Tempel eingeplant war, standen nur die Hauptattraktionen auf meinem Programm.

Am Vorabend in Siem Riep angekommen, buchte ich uns erst einmal einen Tuk Tuk Fahrer, der uns den ganzen Tag zu Verfügung stehen sollte, um uns von Tempel zu Tempel zu kutschieren. Der ursprünglichen Plan, Fahrräder zu mieten und somit mehr Flexibilität zu haben, wurde durch unsere Kurzfristigkeit (kein Radl war mehr verfügbar) zerschlagen. Also hieß es, früh schlafen gehen und Wecker auf 4:00 Uhr stellen, denn das Must-See in Angkor Wat  – der Sonnenaufgang – stand bevor.

Übermüdet und unausgeschlafen, jedoch voller Vorfreude ging es mit dem Tuk Tuk, das sogar wider Erwarten pünktlich vor dem Hotel auf uns wartete, die 20km Richtung Angkor Wat. An allen anderen Tuk Tuks vorbeiziehend (wir waren natürlich nicht die einzigen die das Spektakel sehen wollten) – denn wir hatten das Glück einen echten Rennfahrer mit ordentlich getuntem Motor als Chauffeur zu haben – waren wir die ersten am Ticketschalter. Mit den Tagespässen im Petto, inklusive Augenring-Foto (es war ja erst 4:30!!!!) ging es dann schnurstracks gen Angkor Wat. Dank unseres Rasers waren wir wiederum die Ersten und ergatterten uns den besten Sichtplatz, direkt am See. Nachdem wir uns gefühlte 10 Stunden die Beine in den Bauch gestanden hatten ging dann auch endlich die Sonne auf, und wir hatten einen beeindruckenden Blick auf das bunte Farbenspiel am Himmel. Das einzige Manko: die Atmosphäre. Denn das was vor uns war und auf den Fotos zu sehen ist, ist die eine Seite der Medaille, das was sich hinter uns abgespielt hat, die Andere. Tausende von Schaulustigen drängten sich um den See, um auch einen Blick auf das Schauspiel zu erlangen. Stille, um den Augenblick zu genießen? Fehlanzeige. Nichtsdestotrotz, der Sonnenaufgang vor Angkor Wat ist ein atemberaubendes Naturspektakel.

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Nach der ganzen Aufregung ging es erst einmal schnell zurück zum Hotel, lecker frühstücken und dann wieder zurück zu Angkor Wat, um den Haupttempel noch einmal im vollen Lichte zu besichtigen. Bei gefühlten 50 Grad Lufttemperatur wurden so manche Treppenbesteigungen zur wahren Herausforderung. Dazu kam noch erschwerend hinzu, dass ich eine lange Hose und ein langärmliges Oberteil tragen musste, um in manche Bereiche der Tempelanlagen zu gelangen. Doch die wahre Prüfung bestand darin, unseren Tuk Tuk Fahrer, der immer vor den Tempeln auf uns wartete, aus einer Masse von tausend anderer Chauffeure wiederzufinden.

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Von Angkor Wat ging es dann weiter Richtung Bayon Tempel, bekannt für seine aus Steinen gemeißelten charakteristischen Gesichter-Türme, die viele Meter hoch ragten. Neben Angkor Wat ist er der eindruckvollste Tempel und zählt somit zu den Hauptattraktionen der Anlage. Wegen seiner Einzigartigkeit gehört er definitiv zu meinem Favorit.

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Die nächste Station führte uns zum Tempel Angkor Thom, bekannt aus einem Tomb Raider Film. Verwachsen mit uralten, vertrocknet erscheinenden Bäumen bietet diese Tempelstätte eine auf ihre eigene Art und Weise beeindruckende Kulisse, gehört jedoch auch zu den am stärksten verfallenen Tempeln. Für Touristen bieten die um alte Steinmauern geschlungenen Wurzeln jedoch ein willkommenes Fotomotiv.

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Die Dschungelhauptstadt Angkor, die größte Tempelansammlung auf Erden, das Weltkulturerbe, der Glanz und  Stolz Kambodschas ist zwar ein überlaufender Touristenmagnet, gehört jedoch auf jeden Fall als Programmpunkt in jede Südostasienreise.

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